#2 Peter und die halben Hähnchen - Eine Zeitreise durch Dorstens Imbissgeschichte

Shownotes

Im August 1966 begann an der Friedrichstraße in Dorsten Holsterhausen eine kulinarische Ära: Heinz Finke stellte einen Grill ins Fenster und verkaufte die ersten knusprigen Hähnchen. Sechzig Jahre später steht sein Sohn Peter Finke – Küchenmeister, TV-Gesicht und Hörspielsprecher – immer noch mit Leidenschaft am Tresen.

In dieser Folge von Schlüsselgeschichten reisen Lars und Peter durch sechs Jahrzehnte Dorstener Imbissgeschichte: Warum aß die Polizei nachts um zwölf Bratheringe auf Kohleasche? Was hat das Dorstener Centralkino mit verkürzten Öffnungszeiten zu tun? Und wieso schlägt Dorsten bei der Dönerdichte Großstädte wie Duisburg und Mannheim? Ein ehrlicher Blick hinter die Kulissen einer echten Ruhrpott-Institution. Knuspriges Finale an der Fritteuse inklusive!

Transkript anzeigen

00:00:01: Willkommen bei Schlüsselgeschichten, dem Podcast für unsere Stadt.

00:00:07: Lars trifft für euch die Menschen, die Dorsten wirklich ausmachen – Menschen, Die hier etwas bewegen oder die Stadt im Herzen tragen.

00:00:16: Wir reden über vertraute Orte und unerzählte Geschichten.

00:00:21: Schön

00:00:21: dass ihr dabei seid.

00:00:23: Willkommen zurück zu Schlüsselgeschichten, zweite Folge.

00:00:27: Erst mal vielen Dank an alle von euch die die erste Folge gehört haben.

00:00:31: Die höherer Zahlen sind natürlich noch nicht bombastisch wie ihr euch vorstellen könnt aber worauf ich besonders stolz bin mich sehr darüber freue ist dass tatsächlich alle leute diesen podcast gehört haben ihn auch abonniert haben.

00:00:43: Vielen dank für euer vertrauen.

00:00:44: Ich hoffe er hört auch diesmal alle wieder zu und heute lohnt es sich natürlich wie immer ganz besonders weil wir sind in holsterhausen und zwar an einem ikonischen Ort für Thorsten.

00:00:56: Wir sind heute nämlich bei Peter Finke in seiner Promisbude, wie er selber sagt – bei Hähnchen Finke!

00:01:02: Hallo Peter!

00:01:03: Hallöchen

00:01:04: Lars, ich grüße dich!

00:01:05: Ja, ich freue mich heute dabei zu sein um mit dir ein tolles Gespräch zu führen und mal die Informationen über Thorsten abzugeben, die ich seit meiner Kindheit herbehalten habe und kenne.

00:01:15: Ja, ist auch kein Zufall das wir ausgerechnet jetzt bei dir sind.

00:01:18: Weil in diesem Monat wo wir aufnehmen... Wir sind ja noch im August!

00:01:21: Hat deine Firma hier ein besonderes Jubiläum?

00:01:25: Ja mein Vater hat im August neunzehntnachsundsechzig angefangen mit der Pommesbude, mit der Hähnchenklauselfinke hier in Holsterhausen.

00:01:34: Er hatte damals in Dorsen am Alten Postdurch eine Geflügelschlachterei gehabt und es dann dauert auf die Idee gekommen Einfach mal nicht nur das Hähnchen zu messen und zu schlachten, sondern auch vielleicht weiter zu verkaufen.

00:01:46: Und dadurch ist die Hähntchenklausel in Holsterhausen entstanden?

00:01:49: Ja, da ist sicherlich viel noch an die Rift-Hähnchenklause.

00:01:53: So habe ich das damals auch kennengelernt als Kind schon.

00:01:58: Jetzt sind wir heute hier um ein bisschen über eure Firmengeschichte zu sprechen.

00:02:02: aber die ist natürlich auch parallel verknüpft mit der Imbissgeschichte in Dorsten.

00:02:07: Und da ist ja auch insbesondere, du hast das mit dem Hähnchen schon angesprochen sehr interessant die Bedeutung des Hähhnchens.

00:02:13: Da kommen wir vielleicht gleich noch mal darauf zurück.

00:02:15: Du hast jetzt aber gerade auch schon über eure Familien Geschichte geredet Aber Die Geschichte fängt ja noch viel früher an und ist er auch noch sehr stark mit Dorsten vernetzt.

00:02:25: Ja der Ursprung ist natürlich noch viel weiter vorher weil mein Vater damals der letzte Müllergeselle der Wingsmühle war am alten Postweg in Dorsten, die Ende der Sechzigerjahre abgerissen wurde.

00:02:41: Und daraus kam natürlich auch er ist hingegangen und hat damals zu der Zeit in den fünftiger-sechzigern Jahren Betreide an die Bauern beliefert.

00:02:49: Da ist er dann auf die Idee gekommen eine Geflugelschlachterei aufzumachen, auch an der Stelle wo die Mühle weil dort einfach die Mühle auch zu alt war und dort nicht mehr gemahlen werden konnte.

00:03:00: Ja, und

00:03:00: die Geflügelschlachterei?

00:03:02: Die war aber jetzt nicht so von langer Dauer, so fünf bis sechs Jahre, schätze ich mal ungefähr?

00:03:06: Ja, ich müsste noch einmal nachdenken, aber ich meine so fünf- bis zehn Jahre... ...die Schlachterei war am alten Postweg und die großen Ställe sind dort gewesen auf der Hart, ungefähr da wo heute Mercedes Köpper ist.

00:03:20: in dem Gelände waren früher die großen Mastbetriebe oder von meinem

00:03:24: Vater Und dann kam der Umzug des Betriebes sozusagen nach Holsterhausen.

00:03:29: Wir sind hier Borkener Straße, Ecke Friedrichstraße.

00:03:33: Genau also Herz von Holsterhause könnte man sagen.

00:03:37: auch viele andere Traditionsbetriebe In Dorsten oder in Holsterhause sind hier in unmittelbarer Nähe.

00:03:44: Einige davon sind vielleicht auch irgendwie noch mit der Geschichte dieses Imbiss hier verknüpft, kann man da vielleicht gleich noch was zu hören?

00:03:50: Ja!

00:03:51: Die große Frage ist natürlich die sich mir jetzt stellt... Hähnchen.

00:03:55: im Zentrum steht das Hähntchen bei der Hähhnchenklausel sonst hieß sie ja nicht so.

00:04:00: Habt ihr da jeden Tag Hähnnchen

00:04:01: gebraten?!

00:04:01: Ja mein Vater hatte früher auch ein Grill.

00:04:03: vorne im Fenster stehen einen kleineren Grill Passten rein, nämlich alles.

00:04:08: Täuscht, neun, achtzehn halbe Hähnchen konnten auf einmal aus dem Grill herauskommen.

00:04:13: Er hat aber damals schon angefangen.

00:04:15: Bratwurstpommes, Frikadellen.

00:04:17: Hat er selber gemacht.

00:04:18: Colette hat er selber paniert Schnitzel und so wurde der Sortiment immer erweitert.

00:04:23: Grundprinzip war immer das Grillhähnchchen bei uns.

00:04:26: Aber als die Fahrtfußgeschichte Mitte der sechziger Jahre losging, hat man natürlich auch dann andere Produkte mitverkauft.

00:04:34: Dann kam auch ein Kartoffelsalat dazu und Nudelsalate kamen dazu...

00:04:38: Aber im Zentrum stand erst mal das Grillchen?

00:04:41: Hähnchen gab es immer bei Hähhnchenfingern, das ist nach wie vor der Das Zug fährt letztendlich.

00:04:46: Und

00:04:46: das ist ja auch kein Zufall, glaube ich!

00:04:48: Denn das Hähnchen hat nach dem Zweiten Weltkrieg erst ein bisschen erkundigt und recherchiert.

00:04:54: Ich habe gelesen dass die Grillhähnchchen eben erst nach dem zweiten Weltkrig in Deutschland wirklich populär wurden weil vorher hatte man eigentlich nur Legehennen und wenn sie zu alt waren kamen die Suppe aber zum Grillen waren die nicht geeignet.

00:05:07: Ja, leider weiß ich nicht wie mein Vater damals auf die Idee gekommen ist Da hingehend auch die Hähnchen zu grillen.

00:05:15: Klar hat er natürlich Grillhähnchchen gezüchtet, aber irgendwann ist er dann auf die Idee gekommen und hat gesagt ich mach sowas auch dann.

00:05:21: Ja da war wahrscheinlich am Puls der Zeit denn viele von uns erinnern sich ja sicherlich auch noch also die Eltern unter uns die sich noch erinnerngön an den Wiener Wald Das war ja eine große Imbisskette.

00:05:33: Ja, wann man halt in Wienerwald hieß es früher?

00:05:36: Oder heute bleibt die Küche kalt und geht in den Wienernwald!

00:05:39: Genau, ganz ikonische Werbesprüche auch der frühen sechziger Jahre, die ja auch mit dem Konzept des Grillhähnchens... von München aus gestartet sind.

00:05:48: Und auch auf dem Oktoberfest sind ja heute Grillhähnchen immer noch ein Kassenschlager, aber warum dieses Grillhähhnchen damals so groß geworden ist?

00:05:55: Kann man nur spekulieren!

00:05:56: Keine Ahnung was natürlich auch letztendlich dazu geführt hat.

00:05:59: wir sind hier in Holsterhausen nah an Hermes Dosten wo der Becker war im Prinzip und Wir haben natürlich auch viele türkische Einwanderer gehabt die dort wohnen und wir haben schon immer auch heute noch diese Gäste aus dem Bereich, die dann nur Geflügel essen dürfen.

00:06:17: Die kommen sehr oft hierhin und das ist auch ein Zusammenhang.

00:06:21: Holzerhausen mit Herbstdorsten, mit den Bergbauern und eben dieser Menschen, die dort gearbeitet haben.

00:06:27: Es war natürlich auch einen Treffpunkt hier.

00:06:30: Wir haben zwar hier keinen Bier verkaufen können, nebenan war ja eine Trinkhalle, neben uns in den Sechziger-Siebzigerjahren Und da wurde auch das Hähnchen mal eben in die Trinkhalte rübergereicht was dann auch ein Treffpunkt war.

00:06:40: Wie kannst du?

00:06:41: Ja, also das ist natürlich sehr interessant.

00:06:43: Holsterhausen selber war ja auch mal ein Zechenstandort, Zeche Baldur aber die hat ja Anfang der dreißiger Jahre, wenn ich mich richtig erinnere schon geschlossen zumindest als eigenständige Zeche und wurde dann mit Fürst Leopold quasi unter Tage verbunden so dass eben viele Menschen die auf Fürst leopold gearbeitet haben dann immer nach holsterhausend gezogen sind und da die bergarbeiterwohnungen besiedelt haben sozusagen und da waren natürlich auch viele menschen aus Türkei und anderen Ländern dabei, die dann hier in Holsterhausen heimgeschrotten?

00:07:14: Ja.

00:07:15: Hier ist natürlich Friedrichstraße hoch, links- und rechts sind natürlich diese Zechensiedlung, die es früher gab.

00:07:20: Die sind teilweise umgebaut worden und teilweise sieht man noch die alten grauen Häuser, da sind ja auch teilweise kleine Häuser nicht mehr so groß wie heute.

00:07:27: gebaut wird.

00:07:28: im Endeffekt aber... Wir sind viele, die da heute noch die Kinder drin wohnen mittlerweile.

00:07:33: Und das ist alles in Bezug zu Holsterhausen zum Bergbau und tatsächlich irgendwie doch noch geblieben?

00:07:38: Ja also noch ziemlich original.

00:07:40: tatsächlich man kann den Puls der alten Zeit noch so ein bisschen spüren wenn man hier durch die Straßen geht und es aber trotzdem wir im modernen Holster Hause sage ich mal angekommen.

00:07:50: Das Grillhähnchen kann man sagen, war nach dem Zweiten Weltkrieg so der erste große Imbisschlager vielleicht.

00:07:57: Das erste große massenfähige Produkt mit dem man sogar System Gastronomie aufbauen konnte.

00:08:03: Ihr habt euch damit ein Profil erschaffen was bis heute anhält.

00:08:07: noch sechzig Jahre danach seid ihr als Heute nicht mehr Hähnchenklausel sondern Hähhnchenfinke mit den Produktehnchen eng verbunden und das Hähnetchen war vielleicht auch noch so deutlich erfolgreicher in den sechziger Jahren als die Currywurst, die aber auch jetzt gerade unlängst ihr neunzigjähriges Jubiläum feiert.

00:08:27: Zumindest die Duisburger Variante.

00:08:29: Klammer auf!

00:08:30: Also ich würde sagen das ist ja die wahre Currywurst.

00:08:32: wie schläfst du dazu?

00:08:33: Genau sehe ich eigentlich genauso.

00:08:35: Interessant ist dass die beiden Schreiballinge oder die beiden Redakteure, die herausgefunden haben, dass die Curry Wurst aus Duisburg kommt hier gewesen sind vor drei vier Monaten und habe mich interviewt, weil wir auch in diesem neuen Buch stehen was jetzt Anfang September veröffentlicht wird über die Kulturruhrpott Currywurst-Kultur im Ruhrgebiet.

00:08:57: Und mein Vater hat ja damals auch Brakturs und dann angefangen Currywurst zu verkaufen und das ist ja von jeher immer mehr geworden, weil einfach die Currywürste gehört einfach zum Pot!

00:09:09: Das ist halt so es eine gebratene Wurst mit jede Pommesbude hat ne eigene Currysauce, ne eigene Variante.

00:09:15: Wir haben auch zwei Varianten scharf und normal.

00:09:18: Im Endeffekt, man kann auf der Bratwurst eine Pfeffersauce drauflegen, das geht auch.

00:09:23: Man kann eine Jägerwurst oder Zigeunerwurst essen.

00:09:25: also die Bratwrüste gibt es dann auch in vielen Varianten.

00:09:28: aber die Currywurst ist immer noch der Hype im Endeffekte und man sagt immer ne Currywurst geht immer zwischendurch.

00:09:33: mittlerweile kannst du ja bei uns auch die Curry Wurst in Gläsern kochen und mitnehmen.

00:09:37: wir haben ganz viele Leute die kaufen hier die CurryWurst in gläsern und fahren damit ihren Wohnmobil im Urlaub.

00:09:42: Und stehen irgendwo, und haben abends wenigstens ein Glas Currywurst mit dabei, weil sie einfach ihren Verbundenheit zum Rohrbott mitnehmen wollen!

00:09:49: Ja also ganz ehrlich, das Currywurst wäre mir im Urlaub auch lieber als ein Dose Ravioli.

00:09:56: Dann bin ich bei dir.

00:09:57: Da sind wir jetzt Ravioli, bei den Italienern?

00:09:59: Ja genau und damit schlagen wir wieder mit dem Bogen zurück hier in unserer Holsterhausen uns auch die Imbissgeschichte in Dorsden ja ganz stark mit euch aber eben auch mit anderen Betrieben verbunden ist.

00:10:12: ihr seid ja nun mal jetzt die ältesten noch durchgänglich aktiven in Dörsten.

00:10:16: Aber es gibt ja auch noch andere zum Beispiel relativ lange als Standort zumindest am Start sind in der Völter Glückaufgrill zum Beispiel.

00:10:24: Ja, ich habe mal Malis Rosin kennengelernt vor ein paar Jahren und dann war sie auch hier im Betrieb und dann haben wir uns unterhalten.

00:10:32: Dann haben wir eigentlich festgestellt, wie das richtig sieht, dass sie nur so als fünfundsebzig angefangen hat also doch mal glatte fast zehn Jahre später genauso wie der Erich Jäger mit dem Sohn.

00:10:42: Meine Eltern waren miteinander befreundet in die Familie Jägers mit meinem Vater früher.

00:10:47: Mittlerweile bin ich mit Erich auch gefreundet, wir kennen uns gut.

00:10:50: In der Stadt gab es noch den Funke, der früher eine Metzgerei hatte.

00:10:54: Vielleicht noch zur Erläuterung für die Menschen, die einen Namen nicht kennen?

00:10:57: Erich Jäger hat das Schlemmer-Eck am Blauen See.

00:11:02: Der hat ja auch mal zwei Jahre oder so Glückaufgrill gemacht und hat sich aber dann auf seinen Schlemmereck konzentriert letztendlich unter dem Kettering.

00:11:12: Und in der Stadt gibt's dann noch den Stöpgenfunkel

00:11:17: Dieter Funke?

00:11:18: Genau, der die Metzgerei hatte.

00:11:20: Da ist er aus der Metzgeerei heraus dann auch eine Bratwurst Currywurst-Bude entstanden.

00:11:24: Der war Vater auch mit befreundet.

00:11:25: Wir kennen uns alle.

00:11:26: also wir sind jetzt keine Menschen die nur Konkurrenten sehen sondern untereinander kennt man sich und man telefoniert mal, man sieht sich und alles gut!

00:11:35: Das war vielleicht so der nächste große Indisschritt in Dorsten oder zumindest auch aus meiner Erinnerung... Die Currywurst ist für mich Ja, eins zu eins mit Dieter Funke verbunden.

00:11:44: Weil plötzlich stand mitten in der Dorstner Innenstadt auf der Essen-Nachstraße.

00:11:48: ist das richtig?

00:11:49: Genau!

00:11:51: So ein Teil, das war etwas größer als eine Pommesbude und in so einem Rotorang.

00:11:54: Da drin stand Dieter Funke und verkaufte Bratwürste und Currywürsten aus dem Fenster.

00:11:59: Und sonst, wie ich mich erinnern kann eigentlich nichts.

00:12:02: Der Begriff Currywurst war einfach mit Dietter Funke gebunden.

00:12:05: Und der Siegeszug der Currywurst fingen glaube ich da in der dorstener Innenstadt zumindest für Dorsen an, kann das

00:12:11: sein?!

00:12:11: Überall im Endeffekt.

00:12:13: Parallel zueinander, wir hatten ja noch mehrere Betriebe hier wohnen, andere die mal hier waren.

00:12:19: es gab früher Naroda, es gab hier gegenüber war die Leitenhalle von der Zeche so nannte sich das.

00:12:24: da war irgendwann auch mal für ein paar Jahre eine Pommesbrote denn die auch nur Bratruß und Currywurst und Pommes verkauft haben eigentlich schossen die ja an jeder Ecke irgendwo halt einer versucht Currywurst Pommes zu verkaufen überall.

00:12:37: Nach

00:12:37: Roda war diese Pommes... Nach Rodaa

00:12:39: war hinten Da, wo heute glaube ich die Apotheke ist, ging immer vom Kino ungefähr.

00:12:44: Wo muss das gelesen sein?

00:12:47: Das war so eine alte Tankstelle.

00:12:49: Ja,

00:12:49: da gingen wir an das Tankstellengebäude rein.

00:12:52: Richtig genau!

00:12:54: Mein Vater hatte hier auch noch ne Zeite von des Bude.

00:12:57: Ich weiß nicht ob man das noch herausfinden kann.

00:12:59: Da gibt es aber keine Bilder nichts davon.

00:13:01: Er hatte mal kurzfristig... Hier oben gibt's Hotel Albert.

00:13:06: Da war früher die Gastette Schmitz Und neben der Gaststätte Schmitz hat mein Vater auch eine Pommesbude dringend gehabt.

00:13:11: Auf einer Straße hatte er plötzlich für ein, zwei Jahre zwei Pommesbuden.

00:13:17: Aber da weiß ich nicht viel darüber.

00:13:20: Ich weiß nur dass er nach kürzester Zeit die zweite wieder zugemacht hat weil an einer Straße zwei Poms buden hat es vielleicht nicht gebracht

00:13:29: Und jetzt hattest du gerade im Zusammenhang mit Glück auf Grill den Name Rosin erwähnt.

00:13:34: Der ist natürlich in Dorsen auch weiterhin nicht unbesetzt, was Gastronomie angeht?

00:13:39: Ja!

00:13:40: Denn Frank Rosin hat ja in Wolfen einen Sterne-Lokal wo er auch regelmäßig immer ausgezeichnet wird.

00:13:48: und überhaupt ist Dorsden eine große kolonarische Festung, möchte ich etwas sagen.

00:13:55: Björn Freitag mit dem goldenen Anker ist ja auch gastronomisch hoch unterwegs oder Pütmann am blauen See und bestimmt habe ich jetzt noch einige vergessen.

00:14:02: Ich kenne natürlich auch nicht alle, ja.

00:14:04: Und in Dorsen wird ... hab' ich den Eindruck gerne gegessen?

00:14:08: Es wird gern gegessen.

00:14:08: und wenn wir jetzt über Frank Rosin sprechen du siehst an der Currywurst kommt er auch nicht vorbei weil er letztendlich sein ... Er ist ja auch im Prinzip eigentlich in einer Currywurst Bude groß geworden erzählt er immer mit seiner Mutter dass er auch da gewesen ist und er hat ja jetzt auch nochmal.

00:14:22: im Prinzip im Zusammenhang mit dem Glück auf Grill war er natürlich dort auch präsent.

00:14:26: also die Leute kommen immer wieder zu Currywurst zurück.

00:14:29: Und es gibt immer wieder Challenge, wo gesagt wird, wo ist die beste Currywurst?

00:14:33: oder wer hat die beste currywurst?

00:14:35: Letztendlich mein Tino war schon immer wie wir die Currywurs verkaufen haben alle individuell ihren eigenen Geschmack und man kann eigentlich nicht sagen der hat die Beste Curry Wurst oder die ist die Schärfste oder da ist die Beste Wurst.

00:14:50: Wir haben alle irgendwo eine gute Wurst und wir treffen halt mit unserer Currywürste, die wir haben eben einen allgemeinen sehr hohen Zuspruch wird treffen viele Leute damit, mit der Wurst und dem Geschmack der Curry-Sauce.

00:15:01: Ja die Curry-Soße ist natürlich eine Philosophie da haben ja jeder seine eigene Meinung zu welche Sauce die beste ist.

00:15:09: aber ich habe eigentlich für mich die Antwort gefunden wo es die beste Currywurst gibt.

00:15:12: Und?

00:15:13: Die beste Curry Wurst ist einfach die die du gerade auf dem Teller hast.

00:15:16: Ja genau!

00:15:17: Also ich bin ehrlich wir probieren auch schon mal unterwegs irgendeine Currywurst und meine Frau und ich und wir gucken dann auch uns an und dann guck mal kannst du eigentlich auch essen.

00:15:25: Deswegen nochmal Currywurst gibt es überall in verschiedenen Geschmacksrechnungen, viele machen auch eine gute Currywurst.

00:15:32: Jetzt hattest du Frank Rosin noch mal erwähnt und seine Verbindung zur Currywurs, da wollen wir den Björn Freitag natürlich auch nicht draußen lassen, auch eher ein großer Currywust-Fan hat ja die Curry Corner heißt das glaube ich Auf dem Gelände vom ehemaligen Autohaus Fandamolen.

00:15:47: Genau!

00:15:48: Auch ein kleines Tankstellengebäude, wo man ziemlich kultig also auch eine Currywurst essen kann.

00:15:53: Wobei dieses ist ja jetzt übergeben worden und hat einen Nachfolger drin ne?

00:15:56: Ah

00:15:56: ok.

00:15:57: Seit dieser Woche sind zwei neue Inhaber da drinnen.

00:16:01: die machen das weiter.

00:16:02: Also die Art wie es Huerva ist abgegeben worden Und sinnvoll mit einem neuen Konzept darin.

00:16:07: Das finde ich jetzt auch neu aber... Aber daran

00:16:09: sieht man auch die Großen wie Björn Freitag und Frank Rosinen kommen an der Currywurst nicht vorbei.

00:16:14: Genau, das Rohgebiet ohne Currywurst undenkbar.

00:16:18: Auch von Herbert Grünenmeier ja wieso?

00:16:20: Wir kennen das alle.

00:16:22: Ja Currywurst so vielleicht.

00:16:23: Anfang der achtziger Jahre hat sich ein Zug gehalten hier auch in Dorsten Und dann kam noch eine Phase wo also die Systemastronomen nach Dorsten kamen.

00:16:33: Dann wir haben nicht weit von uns ich glaube zwei Kilometer oder zweieinhalb Burger King und eigentlich müsste ich Burger King den Eigentümern mal ein Dankesbrief schicken, dass sie die jungen Leute oder viele Menschen an den Fastfood herangeführt haben.

00:16:45: Weil irgendwann kommen diese Gäste oder diese Kunden auch zu uns weil wir andere Qualität haben und eigentlich muss ich mich bei denen bedanken.

00:16:56: Ich kann noch einmal dazu sagen Burger King ist natürlich hier vor vielen Jahren auch hingekommen und da haben viele damals gesagt okay das ist eine Konkurrenz zum Fastfood hier in Holsterhausen.

00:17:05: nein Der Markt ist groß genug im Prinzip, was die Currywurst und was die Burger angeht.

00:17:10: Und ich sag mal so wir verkaufen auch eine gewisse Menge an Burger und auf lange Zeit hin qualitativ hochwertigen Burger.

00:17:17: Wenn ich die Burger nicht verkaufe, wo holen die Leute die dann?

00:17:20: Noch einmal Dankeschön am Burger King dass ihr hier nach Hause gekommen seid!

00:17:25: Man sagt ja so allgemein Konkurrenz belebt das Geschäft, aber es bleibt das Geschäft eben nicht nur durch die Konkurrents sondern auch dadurch dass man sich gegenseitig mit den Produkten ein bisschen ergänzt und auch Menschen in bestimmte kulinarische Richtungen bewegt.

00:17:40: weil ja anderen Mitbewerber die Produkte ausprobieren.

00:17:43: Ja, deswegen sind wir auch bei diesen Produkten geblieben, die eigentlich eine klassische Pommesbude gehören im Endeffekt.

00:17:49: Wir haben früher mal auch Pizza verkauft und Güros und Mittagstisch gehabt aber irgendwann haben wir dann mal umstrukturiert und sind einfach nur bei diesem klassischen Pommesbruggeprodukten gebliben.

00:18:01: Da sprichst

00:18:02: du vielleicht auch eine Zeit an so Ende der Zwei-Tausend-Nuller Jahre?

00:18:06: Zwei Tausend Neun?

00:18:07: Ja, zwei Tausende Neubars!

00:18:10: Warst du ja in einer Phase, wo dein Betrieb sich vielleicht neu aufstellen musste?

00:18:15: Neu orientieren musste und da hast du ja ein bisschen externe Hilfe geholt bzw.

00:18:19: ich glaube die Hilfe ist eigentlich eher zugelaufen weil sie Interesse hatten mit dir zusammenzuarbeiten.

00:18:24: Ja es war damals so dass bei der Sendung Hagen hilft, die es leider heute nicht mehr gibt.

00:18:30: das war ein sehr tolles Format über Stefan Hagen.

00:18:33: Er hat vierundvierzig Sendungen damals gedreht.

00:18:35: In einer dieser Sendung sind wir dann gewesen, die waren damals hier und er kam auch auf die Idee dass man halt den Namen auch umfimiert weil die Menschen kennen diese Bezeichnung Hähnchenklausel nicht mehr was es früher in den vierzig-fünfzig-sechziger Jahren gab die Bezeichlung und hat einfach gesagt das reicht oder er hat rumgefragt wo gibts die besten Hähnetchen?

00:18:54: Und dann haben Leute sofort gesagt ja bei Finke Hähntchen Finke!

00:18:57: Und so kam er also auch auf dass wir uns umfimiert haben, auf Hähnchenfink.

00:19:01: Wir haben dann diese Dinge wie Mittagsdisch und die ganzen Vielfältigkeit der Speisekarte weggelassen und haben uns auch nur noch auf die klassischen Hähhnchenfinkerprodukte konzentriert.

00:19:12: Ja

00:19:13: also ein kleineres Programm und dafür ein besseres Firmenprofil und quasi Personal Brand wie man heute sagt Du als Peter Finke mit roter Schürze, roten T-Shirt und gelben Mütze.

00:19:27: So kennt man dich glaube ich in Dorsten.

00:19:29: Ja.

00:19:30: Stehst für deine Marke hier, für deinen Hähnchen Finke?

00:19:34: Ja das ist natürlich seit zwei Tausendneuen hat für mich auch natürlich in diesen Gesprächen mit Stefan Hagen eben auch ein Umdenken geführt.

00:19:42: Ich habe mich also auch verändern müssen.

00:19:45: Ist natürlich nicht immer einfach weil du musst dann dahinterstehen und wie du schon gesagt hast Wenn du da irgendwo rumfragst, es gibt nur einen Hähnchenfinker.

00:19:54: Es gibt keinen anderen.

00:19:56: Die Marke als Person... ...als Logo das Hähnenchen mit dem roten und gelben.

00:20:02: Das ist eine registrierte Marke.

00:20:04: Und die muss man natürlich auch leben!

00:20:06: Deswegen stelle ich hier heute noch mit sixty-fünf, weil ich lebe dies auch noch im Endeffekt.

00:20:11: Ich schaffe es tatsächlich auch noch regelmäßig hinter der Decke zu stehen, obwohl es viele andere Aufgaben gibt in so einer Pommesboule wie ich nicht habe.

00:20:19: Du bist ja auch, also spätestens seit zwei tausend neun, ich vermute so wie ich dich kenne schon länger.

00:20:25: Bist ja auch ein Mensch der Öffentlichkeit.

00:20:28: du versteckst dich ja nicht hier in deiner Pommesbode wie sie selber nenns sondern du bist ja draußen aktiv, Social Media.

00:20:37: Nimmst an anderen Veranstaltungen im Dorsten-Hetal hast auch eine Stimme in Dorsten man kennt dich.

00:20:42: Eine Sache die ich mich noch erinnere ist dass du auch mal einem Hörspiel mitgespielt hast und zwar von niemand geringerem als Fritz Schäfer.

00:20:49: Grüße gehen an dieser Stelle übrigens raus.

00:20:52: Ja,

00:20:52: liebe Grüße!

00:20:53: Der ist ja heute sehr bekannt als Moderator bei eins live, aber auch anderen Formaten des WDRs natürlich und hat viele weitere Projekte.

00:21:02: Und er hat ja als vierzehnjähriger die sagenumwobene Dorsner Hörschmelserie Pommes Soco geschrieben produziert und da gibt es auch eine Beteiligung von dir als Sprecher und ich glaube das hat auch teilweise hier in der Pommesbude stattgefunden.

00:21:16: Genau!

00:21:16: Die sind damals hier auch... Natürlich komme ich solchen Dingen natürlich immer entgegen.

00:21:21: Wir macht das auch Spaß, zumal auch die Kinder mit dabei gewesen sind.

00:21:24: Und ich war dort auch als kurzer Sprecher mit drin.

00:21:27: in dieser ... wurde ich mit aufgenommen und das hat dann hier bei uns in der Pommesbule stattgefunden.

00:21:31: dieses Hörspiel.

00:21:32: Ja

00:21:33: also wenn man in der pommes Soko oder der eine oder andere hat vielleicht noch

00:21:37: die CDs?

00:21:37: Ich habe sie alle noch liegen.

00:21:39: Mir fehlen tatsächlich zwei für mich noch

00:21:41: ganz

00:21:43: viel Geld

00:21:43: oder so!

00:21:45: Vielleicht komme ich drauf zurück.

00:21:47: In dem Hörspiel gehört man ja immer wieder so Pommesboden, Atmo.

00:21:52: Also Geräusche wie Pommes, die in einem...

00:21:54: Man hat Frequöse gehört und Schwung

00:21:56: während.

00:21:57: Genau!

00:21:57: Und man hat so ein bisschen lauterer Geräusch mal wenn man die Pommes schüttelt oder wenn man Tellern in die Hand nimmt.

00:22:04: sowas wurde dann damit aufgenommen.

00:22:05: Ja ja

00:22:06: genau also die Geräuschen stammen hier aus deinem Laden.

00:22:10: Die Familie Finke sehr mit Dorsen verwurzelt du natürlich auch mit dorsen verwurzeln vielleicht Eine bekannte Persönlichkeit Dorsens und ich habe hier in meinem Podcast ein kleines Format.

00:22:22: Das heißt, Dorsen ist für mich!

00:22:24: Bevor ich dir das jetzt lange erkläre hören wir uns einfach den Trailer dazu an.

00:22:49: Dorsen ist für mich.

00:22:51: Ja, wenn ich dran denke als erstes denke ich an den alten Postwig, an Winks Mühle wo eigentlich der Ursprung von der Hintchenklauselfinke ist alter Postwig in Dorsden.

00:23:00: was mich Dorssen noch fasziniert ist eigentlich letztendlich dass wir an Lippe und Kanal leben und da ich auf dem Laufe der Jahre Fahrradfahrer geworden bin würde ich jetzt sagen das nächste wäre für mich Lippee und Kanal.

00:23:11: Und als drittes würde ich sagen Das ist auch das wo wir einen Zusammenhang mit haben mit Herbstdorsten und Holsterhausen.

00:23:17: Ich fahre sehr gerne durch Hervestorsten, durch das alte Zechengelände.

00:23:22: Da haben die mittlerweile auch einen Radweg durchgemacht und da war ich wirklich sehr oft vorbei.

00:23:26: So die Dinge Alta Postwig, Lippe & Kanal und dann halt die Zeche in Hervestorsen.

00:23:31: Ja mit deinem Schlüsselbegriffen zeichnest du ja quasi ein Luftbild von Dorsten Die Haags Lippe und Kanal, Herr des Dorsten.

00:23:39: Die Bergarbeiterkultur in Dorsten wird damit auch mal deutlich.

00:23:43: Ich zoome da jetzt noch einmal ein bisschen rein – und zwar in die Imbisslandschaft!

00:23:47: Wir haben heute Donnerstag den...

00:23:50: ...Siemundzwanzigsten an!

00:23:51: Also kurz vor Veröffentlichung dieser Podcastfolge.

00:23:53: Und gestern gingen durch die Medien insbesondere beim WDR Die hatten großes Gefallen daran gefunden, dass irgendjemand eine Studie gemacht hat zu den größten Dönerstätten in Deutschland.

00:24:05: Dabei ist spektakulär herausgekommen, dass die Dörnerladendichte in Duisburg am zweitgrößten ist – in Deutschland nämlich dreizehn Döneläden pro einhunderttausend Einwohner.

00:24:16: und die größte Dönersstadt Deutschlands is nicht Berlin, nein Mannheim mit sechzehn-Dönerläden pro onehundertausend Einwoner.

00:24:24: Und da habe ich doch gedacht, Moment mal.

00:24:26: Da kann Dorsten glaube ich mehr.

00:24:28: und wenn man wirklich nur reine Dönerläden in Dorsten zusammenzählt kommen wir schon auf drei Zehnen.

00:24:33: und wenn wir das hochrechnen ist Dorsten tatsächlich die Döhnerstadt Deutschlands weil wir haben pro ein hunderttausend Einwohner nach dieser Rechnung zumindest siebzehn Komma drei Dömerläden.

00:24:44: Dann

00:24:44: hat falsch recherchiert worden?

00:24:46: Ja, kann man mal sehen oder Ich liegt.

00:24:49: Das ist wie mit der guten Kurios.

00:24:51: Die gibt es nicht nur bei Hildchen Finkel

00:24:53: also Großer Invest-Betrieb, Indoorsten, Dörner-Läden, Pizza-Lädchen, Hähnchen-Finke.

00:24:59: Natürlich auch andere Mitbewerber.

00:25:01: Glückaufbrillen haben wir schon genannt, schlimmer Eck.

00:25:03: Auch etwas gehobene Gastronomie natürlich ... Ja!

00:25:06: ... haben wir in Indoorston zu bieten also ein breites Feld hier.

00:25:11: Jetzt bist du aber auch schon fünfundsechzig?

00:25:14: Hähhnchen-Finke läuft immer noch.

00:25:16: und ja wie geht es weiter?

00:25:17: Wie stellst Du die Zukunft Deines Betriebs vor?

00:25:20: Wir werden jetzt erstmal das Jubiläum feiern.

00:25:22: Wir machen allerdings keine große Party, die vor zehn Jahren am Wiesn-Zelt festgemacht haben.

00:25:27: Wir werden dieses Jahr Anfang September unseren Kunden das zum Gute kommen lassen weil wir schon seit sechzig Jahren Coca Cola verkaufen und mit denen in Kooperationen sind.

00:25:36: so lange und werden Angebote mit Gratisgetränken machen, mit Superpreisen im Prinzip.

00:25:43: Was meine Person angeht, habe ich jetzt in den letzten Jahren einiges hinter mir gehabt.

00:25:47: Ich hatte einen Prostatakrätsch gehabt, den ich besiegt hab.

00:25:50: Und ich habe mir letztes Jahr ein neues Vollprothese-Knie machen lassen und ich stelle fest, dreißig Kilo weniger habe ich auch mittlerweile abgenommen und auch gehalten diese dreizig Kilo die ich abgenommen habe.

00:26:00: Viele kennen mich gar nicht mehr wieder.

00:26:02: Fühle mich aber jetzt mittlerweile körperlich und gesundheitlich immer fitter.

00:26:06: Was Agent Finke angeht, gibt es keinen Nachfolger erstmal.

00:26:10: Wir werden wahrscheinlich irgendwann meine Frau und ich in fünf, sechs, sieben Jahren keine Ahnung, möchten das so vier, fünf Jahre machen bis ich siebzig bin.

00:26:16: und wenn ich siebsig bin und könnte es noch machen und unsere Gäste kommen auch zu uns und honorieren uns, mache ich da vielleicht auch nur ein zwei Jahre länger je nachdem?

00:26:27: Und dann wird einfach Zähl dran gemacht wer will haben anders wirds nicht gehen.

00:26:30: oder ich mache solange bis sich umkippe und guck einfach was daraus wir?

00:26:35: Es gibt kein Ziel, das zu schließen.

00:26:38: Gut, ich würde eher sagen aktiver Rentner.

00:26:40: Ich freu den noch, weil ich stehe mittlerweile auch wieder selber hinter der Decke.

00:26:44: Sofern ich das körperlich dann auch kann und nicht ganz sehr gut, möchte ich das gerne auch beiwahlen.

00:26:48: Ich bin zwar nicht immer hier, manche Kunden sehen es nicht so oft.

00:26:53: Da wird er doch manchmal gesagt, oh sie sind auch mein Hirschsohn!

00:26:56: Aber ich kann nicht bei Sie in Öffnungsdagen von morgens zwölf bis abends... ... im ganzen Tag hier sein.

00:27:02: Das schafft keiner mehr, schon gar nicht mehr fünf Minuten, muss ich auch nicht mehr.

00:27:04: Bei McDonald's steht der Chef auch nicht sieben Tage, vier bis zwanzig Stunden da.

00:27:08: Ja dann danke ich dir für diese Perspektive und ihr habt es gehört, besucht Hähnchen Finke vielleicht auch unter der Perspektiv, dass ihr vielleicht irgendwann sogar Interesse habt den Laden zu übernehmen könnte.

00:27:20: ja seien in einigen Jahren das.

00:27:22: der eine oder andere Hähhnchen-Fan sagt ne das muss weitergehen Und ich bin die Person, die sich da hinter den Tresen wirklich aber so stellt.

00:27:30: Wir haben aber eins noch vergessen – das kommt jetzt von mir aus!

00:27:33: Als mein Vater damals angefangen hat mit Badwurst, Hähnchen, Körbelwurst und Frikadelle fing er irgendwann an, Bartheringe zu machen.

00:27:42: Wer hat angefangen hier?

00:27:44: So ist es aus der Mietersdicht entstanden... hat sich dreißigvierzigfünfzighunderte Heringe frisch gekauft, hat die gebraten und eingemiegt mit Lobberblättern wie man das so machten in der Essig-Bardinade.

00:27:56: Und dann ist hier nachts.

00:27:57: mein Vater hatte früher bis vierundzwanzig Uhr geöffnet.

00:28:00: Ist hier nachtens die Polizei, die Polizisten gekommen und wussten wann Vater seine Bratwähring magte und haben dann hier n Nachts Brathährlinges mit der Polizei zusammen.

00:28:08: Wir haben früher die Polizei als sie noch in Holsterhausen ihren ihre Hauptwache hatten, waren die hier regelmäßig bei uns auf dem Parkplatz und da war ja noch nicht so eingezollt wie das jetzt ist.

00:28:18: Das war ja ein offener Platz mit Kohleasche.

00:28:20: Und da war regelmäßig die Polizei hier und hat abends Abend einen Vater beschützt und dafür haben sie dann über uns Bratheerinnen gekauft oder Bismarck-Heerinnen.

00:28:28: Irgendwann kam der Kartoffelsalat dazu, dann die Salzkartoffeln dazu, der Herichte.

00:28:32: Irgendeinmal panierte es Kottlett dazu, schnitzte dazu und so ging das immer weiter bis wir in den Metastisch rein gegen mein Vater

00:28:38: damals.".

00:28:39: Während wir jetzt reden, haben wir unseren Standort ein bisschen gewechselt.

00:28:42: Wir stehen jetzt hinter der Fritteuse.

00:28:45: Da könnt ihr vielleicht am Hintergrund auch ein bisschen hören hoffentlich doch zumindest.

00:28:49: Aber du hattest mir im Vorgespräch deshalb gut das du es noch erwähnt auch noch gesagt dass diese lange Öffnungszeit damals ist zwölf Uhr am Abend oder in der Nacht auch damit tun hatte was natürlich das Zentralkino in unmittelbarer Nähe von euch ist.

00:29:04: Wie hängt das zusammen?

00:29:05: Genau.

00:29:05: Früher war es so, da war abends um zehn Uhr das Kino vorbei und dann kamen ... zehn hat elf war die Vorstellung vorbei Und dann kam noch ganz viele Leute hier zum Essen zu meinem Vater nach dem Kino.

00:29:17: Das Essverhalten hat sich aber einmal geändert und zweitens ist es so dass die Kinos angefangen haben auch mehr Popcorn Schipse alles Mögliche zu verkaufen und dadurch sind die Leute dann nicht mehr nach den Kinozols gekommen.

00:29:31: Da stellte man irgendwann fest, dass sie nicht mehr kamen, das die vorherige Gäste am Esfalb nennert und dann haben wir subjektive, wo die Öffnungszeiten dann zurückgenommen bis halb elf bis zehn und irgendwann sind wir dann bei zwanzig Uhr dreißig gelandet nach Corona.

00:29:46: im Prinzip uns kommen da ganz gut mit zurecht hat natürlich auch mit dem mit dem fehlenden Personal zu tun.

00:29:51: auf jeden Fall ein Fehler zum Hähnchen noch zu kommen nach dem Kino, denn unser Hähntchen und unsere Pommes sind jetzt hier fertig.

00:29:59: Und wie könnte die Folge anders enden als dass wir jetzt mal genüßlich in so ein knuspriges Hähhnchen beißen?

00:30:05: Genau!

00:30:06: Wir werden uns gleich einmal ein halbes Hähnenbruch vom Grill holen und dann gucken wir mal wie knusperig das ist.

00:30:11: Ich danke dir für dieses tolle Gespräch.

00:30:14: Danke, dass du uns mitgenommen hast in deine Pommesbude und vor allem auch in die Geschichte der Gastronomie des imisbetriebs in Dorsten.

00:30:24: Viele Sachen waren wir vorher auch nicht klar, sind jetzt durch diese Podcast-Folge für mich noch mal so neu sortiert in den Fokus gerückt.

00:30:31: Und vielleicht guckt man den einen oder anderen mitnehmen?

00:30:33: Euch danken wir fürs Zuhören!

00:30:34: Vielen Dank Peter Finkel!

00:30:36: Ja ich danke dir auch!

00:30:37: Jetzt machen wir noch zu Fritöse rüber, genau...die Prommes müssen raus.

00:30:53: Das war die Mayo.

00:30:55: Jetzt

00:30:56: das dir schmecken.

00:30:59: So müssen Pommes klingen und schmecken.

00:31:03: Jetzt sehen wir das Hähnchen, knusprig wie eh und je.

00:31:07: Es wird sogar endgültig!

00:31:13: Tschüss aus dieser Folge!

00:31:19: Schlüsselgeschichten ist eine Produktion der LAD-Media.

00:31:23: Lars Hartmann führte als Host durch das Gespräch Station Voice verliehen von Becky Bielefeld mit freundlicher Unterstützung der Pressestelle der Stadt Dorsten.

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